Alkemics-Neuigkeiten

# TAGS

Share
par Aude Chardenon16 Juli 20210 commentaires

Food Delivery #Folge2: die Start-ups im Bereich derLebensmittellieferung

Aus den bekannten Gründen erlebte der Lebensmittel-E-Commerce 2020 einen regelrechten Boom, was auch den Trend zum Quick-Commerce förderte. Die großen Einzelhändler haben sich mit Essenslieferdiensten wie Uber Eats und Deliveroo zusammengeschlossen und bieten an, ihre Artikel über diese Apps zu bestellen. Aber auch andere Akteure sind neu dazugekommen, die die Verbraucher in den Großstädten noch schneller beliefern. Erhalten Sie hier einen Überblick über die neuen europäischen Start-ups, die sowohl die Verbraucher als auch Investoren überzeugen. 

Das Ökosystem der Lebensmittelzustellung wächst! Im Bereich des Lebensmittel-E-Commerce zeichnet sich ein Trend zu noch mehr Akteuren ab. Europa macht da keine Ausnahme und kann mit einer Reihe von Start-ups aufwarten, deren Geschäftstätigkeit durch die Pandemie rasant zugenommen hat. In den letzten Monaten gab es unzählige Akteure, sowohl traditionelle als auch neue, die sich in der Welt des Quick-Commerce (auch Q-Commerce genannt) einen Platz sichern wollen. Denn Expresslieferungen werden für die Verbraucher immer attraktiver.

Ob es um Online-Supermärkte (LaBelleVie, La Fourche, Frichti etc.), Spezialisten für die Lieferung von Essen oder Einkäufen (Glovo etc.), spezialisierte E-Tailer (Kol, Greenweez etc.) oder Technologieriesen wie den russischen Giganten Yandex geht – sie alle wollen von einem Markt profitieren, der laut Kantar im Jahr 2020 nur 5,6 % des Lebensmittelumsatzes in Europa ausgemacht hat, aber dessen Potenziale wir inzwischen kennen.

Zu den Newcomern zählen Gorillas, Dija, Flink, Zapp, Cajoo usw.

  • Ihre Gemeinsamkeit: Sie bieten eine sehr schnelle Lieferung auf Abruf, manchmal sogar innerhalb von 10 Minuten. Aufgrund ihrer Schnelligkeit erfüllen sie die Erwartungen der Verbraucher immer besser.
  • Ihre Taktik: Sie setzen auf ein Netzwerk von „Dark Stores“, kleinen unscheinbaren Räumen in der Stadt, also Minilagern, die ausschließlich für die Abwicklung von Online-Bestellungen genutzt werden.  
  • Ihre Stärken: ein solides Liefernetzwerk, ein reduziertes Sortiment (ca. 2.000 Artikel), eine einfache und praktische mobile App sowie vollständige und optimierte Produktbeschreibungen.

Ein deutliches Zeichen dieser Marktbelebung sind die (zahlreichen) Finanzierungsrunden, die seit Anfang des Jahres abgeschlossen wurden. Ein großer Teil dieses Kapitals wird verwendet, um es den Start-ups zu ermöglichen, neue Märkte zu erschließen und sich vor der Konkurrenz zu entwickeln. Der Quick-Commerce wird seinem Namen definitv gerecht!

  • Dija (Großbritannien)

Das im Herbst 2020 von ehemaligen Deliveroo- und Everli-Führungskräften gegründete britische Start-up setzt mit seiner Dijanow-App auf die Expresslieferung von Frischwaren. Zu diesem Zweck hat es Dark Stores eingerichtet. Das in London ansässige Unternehmen verfügt über 2.000 Artikel und richtet sich hauptsächlich an Verbraucher in Ballungsgebieten, darunter auch die französische Hauptstadt. Es erhielt im Herbst 2020 eine Finanzierung von 20 Millionen Dollar.

  • Gorillas (Deutschland)

Gorillas wurde im Mai 2020 in Berlin gegründet und schloss Ende März 2021 eine Finanzierungsrunde in Höhe von 290 Millionen Dollar ab, was das Unternehmen in Rekordzeit in den Kreis der Einhörner katapultierte. Das deutsche Start-up, das in mehr als einem Dutzend europäischer Großstädte tätig ist, darunter Amsterdam, London, München und Paris, bietet die Lieferung von mehr als 2.000 Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs in durchschnittlich 10 Minuten an. Um dies zu erreichen, nutzt Gorillas rund 40 Micro-Fulfillment-Center in den Ländern, in denen es tätig ist.

  • Cajoo (Frankreich) 

Cajoo ist ein neues französisches Unternehmen, das einen On-Demand-Lieferservice in weniger als 15 Minuten anbietet, verfügbar an 7 Tagen in der Woche von 7:30 bis 00:30 Uhr. Es plant, ein Netz von eigenen Minilagern in den Städten aufzubauen, um alle Zwischenhändler zu vermeiden und so wettbewerbsfähige Preise anbieten zu können. Das Unternehmen hat gerade ein Startkapital von 6 Millionen Euro aufgebracht, um zunächst die Verbraucher im Großraum Paris zu gewinnen.

  • Everli (Italien) 

Ehemals Supermercato24 und Vorreiter im Lebensmittel-E-Commerce, ist Everli in Italien, Polen, Tschechien und Frankreich tätig. Das italienische Unternehmen, das im März eine 100-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde abgeschlossen hat, verfolgt ein etwas anderes Geschäftsmodell, das dem von Instacart ähnlich ist. Es beschäftigt Personal Shopper, die im Laden die von Kunden bestellten Artikel auswählen und noch am selben Tag ausliefern. Das Unternehmen erwirtschaftet seine Einnahmen aus den Bestellungen, aber auch aus der Verwertung von Markenpartnerschaften. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Unternehmen, in den 70 Städten, in denen es tätig ist, mehr als 300.000 Artikel anzubieten.

Diese Start-ups haben ebenfalls Finanzierungen bekommen 

Jiffy (Großbritannien): 2,6 Millionen Pfund; Weezy (Großbritannien): 20 Millionen Dollar; Flink (Deutschland): 52 Millionen, dann 240 Millionen Euro; Rohlik (Tschechien): 100 Millionen Euro; Oda (Ex-Kolonial, Norwegen): 223 Millionen Euro; Getir (Türkei): 138 Millionen Dollar; Glovo (Spanien): 528 Millionen Euro; Swiggy (Indien): 800 Millionen Dollar; goPuff (USA): 1,15 Milliarden Dollar!

Das komplette Ökosystem (von DigitalFoodLab)