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par Emilie Schaefer25 Januar 20210 commentaires

Die Verbraucher verändern den Handel: mehr Daten

OpinionWay-Studie - Alkemics machte es bekannt: 83 % der Franzosen informieren sich über die Lebensmittelprodukte. Sie möchten qualitativ hochstehende, gesündere Produkte konsumieren und bevorzugen diejenigen, die in Frankreich hergestellt wurden. Wie orientiert und informiert sich der Verbraucher angesichts des Überangebots? Und welchen neuen Ansatz muss der Händler für das Shoppingerlebnis im Geschäft bedenken?

Für mehr Transparenz

Eins ist sicher: Der Konsument wartet nicht unbedingt, bis er sich im Geschäft befindet, und gibt sich nicht mehr mit den Informationen zufrieden, die er dort findet. Ja, die Verpackung bleibt für 64 % der Franzosen das historische Mittel zum Einholen von Produktinformationen, gefolgt von der Mundpropaganda (19 % der Franzosen). Aber eine neue Informationsquelle setzt sich durch: Verbraucher-Apps werden bereits von fast 2 von 10 Franzosen verwendet. Ein hübscher Score für Apps, die es vor 3 Jahren noch nicht einmal gab. Der Star dieser Apps, Yuka, eingeführt 2017, kommt heute auf 14 Millionen Downloads und 2 Millionen gescannte Produkte pro Tag. Die Industrieunternehmen sind sich der Bedeutung des Austauschs ihrer Produktinformationen mit diesen Apps bewusst geworden.„Unsere Aufgabe besteht darin, den Shopper auf seinem Weg zu begleiten und Transparenz ist ein Muss. Verbraucher-Apps sind also ein immer mehr genutzter Kontaktpunkt, „ erklärt Emmanuelle Orgogozo, Leiterin für Omnichannel-Entwicklung bei Labeyrie Fine Foods.„Es stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob man sich damit beschäftigen möchte, sondern vielmehr, wie wir uns organisieren können, um über diese Apps die erwarteten Informationen zur Nährstoffqualität unserer Produkte zu liefern. „Vollständige, genaue Produktdaten sind gefragt, nicht nur zur Einhaltung der Vorschriften, sondern auch, um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen und sie zu überzeugen.

Umdenken beim Shopping-Erlebnis im Geschäft

Mehr denn je müssen die Geschäfte eine Rolle in diesem neuen Informations-Universum übernehmen. Um sich von den Pure-Players abzugrenzen, muss der Verkäufer zum Produktexperten werden – und sich darauf verstehen, wie er mit Beratung echten Mehrwert schaffen kann. Zusätzlich zu den herkömmlichen Beschreibungen auf den Produkten müssen nun Handbücher, technische Spezifikationen, Empfehlungen usw. bereitliegen. In der Praxis wird der Verkäufer zum „Verkäufer 2.0“ mit einem großen Fächer an digitalen Verkaufsförderungswerkzeugen zu seiner Verfügung: Produktkataloge, Konfigurations-Werkzeuge, Express-Bezahlungslösungen, usw. Damit kann er in der Rolle des Beraters die Fragen der Verbraucher beantworten, die ebenfalls vernetzt und informiert sind.Um ein mit Informationen vollgepacktes Kundenerlebnis zu bieten, erfindet sich das Geschäft selbst neu. Das „4 Casino“ ist ein Vorreiter dieser neuen Erlebnisse mit einer geballten Ladung an Innovation, mit der sie ihr Geschäft ausstattet: der „Weintisch“ schlägt Kombinationen von Gerichten und Weinen für jede gescannte Flasche vor, die elektronischen Etiketten von SES-imagotag zeigen den Nutri-Score und die Qualitätslabel an, usw.„ In unserem Geschäft Le 4 Casino haben wir ein Konzept erfunden, in dem digitale Mittel das Kauferlebnis bereichern und den neuen Kundenbedürfnissen gerecht werden. Es scheint uns unerlässlich, eine neue Art von Sortiment anzubieten und gleichzeitig bei diesen Produkten die Transparenz zu fördern“, erklärt Cyril Bourgois, Leiter für Strategie, Digitalisierung und Innovation der Casino-Gruppe. „Daher zeigen die elektronischen, automatisch von Alkemics gespeisten Etiketten, zusätzlich zum Preis Informationen wie Bio-Label, Nutri-Score, Allergene usw. an. Mit dieser neuen Zusammenarbeit können wir außerdem die Effizienz unserer personalisierten Marketingwerkzeuge dank verbesserter Produktkenntnis steigern. „

Neue Verwendungszwecke

Tatsache ist, dass Daten für den Handel schon immer einen hohen Stellenwert hatten. Nun aber hängen sämtliche Aktivitäten und Prozesse von der Qualität gerade dieser Daten ab:

  • Logistik: Das Gewicht der Produkte für die Waagen der Selbstbedienungskassen, ihre Abmessungen zur Optimierung der Vorbereitung von E-Commerce-Bestellungen, die Füllung der Liefersäcke, die Vorlauf-Transportart (für größere Transportvolumen zwischen kleinen Produzenten und Lager) oder auch Druckindikatoren für die Handhabung mit Robotern…
  • Geschäfte: Millimetergenaue Abmessungsdaten sowie Abbildungen guter Qualität sind notwendig für die automatische Erstellung von Bestückungsplänen.
  • Qualität & soziale Unternehmensverantwortung: Sanitäreinrichtungen, Produktions-Chartas, Verpflichtungen in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Informationen zu den Materialien und zur Recyclingfähigkeit von Verpackungen, BCorp- oder KMU+-Zertifizierungen,…
  • E-Commerce: Mindestens die im Geschäft verfügbaren Daten vorlegen (Zusammensetzung, Allergene, Nährstoffangaben, Herkunft und Anbauart von Obst & Gemüse, Fischereizone und -Art bei Fischen, …), aber auch ansprechende Inhalte über die Produktherkunft und seinen Gebrauch (Rezept, Produkt-Tutorials, …).
  • Personalisierung des Sortiments: Hier besteht das Ziel darin, das Sortiment im Geschäft auf die örtliche Kundschaft abzustimmen und die Online-Produktanzeige an die Konsumgewohnheiten / den Lebensstil der Verbraucher anzupassen. Dazu stützt man sich auf die Produktattribute, die in den Augen der Kunden einen hohen Stellenwert haben: glutenfrei, Bio, Angabe des Herkunftsgebiets, Käse-Intensität, Lagerdauer des Weins, usw.

Alle diese neuen Daten speisen auch die Algorithmen der künstlichen Intelligenz (KI) und tragen zu einer globalen, fortlaufen Verbesserungsdynamik bei. Von der Optimierung des Betriebs bis hin zu den neuen Anforderungen der Verbraucher ebnet die KI (mit den Daten, ohne die sie ins Leere läuft) den Weg in Richtung des „Handels 2.0“. Man könnte auch sagen in Richtung eines Handels, der sich besser selbst diagnostizieren und an seine Märkte anpassen oder auch neue, intelligentere Dienste anbieten kann. Ermöglicht wird dies vor allem durch automatische und personalisierte Werbung auf der Grundlage der Analyse des Verbrauchsverlaufs und von Prognosemodellen, welche der richtigen Person im richtigen Moment das richtige Produkt vorschlägt. Schluss mit Massenwerbung!Diese Daten können nunmehr nur in einem Omnichannel-Kontext mit einer weitgehend automatisierten Lieferkette genutzt werden. Daher hat sich Casino dafür entschieden, eine zentralisierte Verwaltung aller Informationen des Unternehmens einzurichten, welche die ganze Organisation mit Daten versorgt.Produktdaten können und dürfen heutzutage in jede Art Anwendung in der Handelskette eingespeist werden. Das betrifft nicht mehr nur einzelne Personen im Unternehmen. Die Daten müssen sämtliche Berufsgruppen erreichen: Marketing und Werbung, Logistik, Einkauf, Listing, Merchandising, soziale Verantwortung, … Die Daten werden über ein einziges Werkzeug erfasst und in einem Omnichannel-Ansatz in allen unseren Anwendungen genutzt“, erklärt Clément Lubin, Leiter für Supply Chain und Daten der Casino-Gruppe.

Diese Saga stützt sich auf unser White Paper Lieferantenbeziehung 3.0, das die Umstrukturierung des Handelssektors analysiert und Denkanstöße zu den Organisationsmodellen gibt, mit denen sich diese neuen Herausforderung meistern lassen.

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