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par Emilie Schaefer25 Januar 20210 commentaires

Datenaustausch: Die Lieferantenbeziehung im Zeitalter der Parallelisierung des Austauschs

Früher war das Leben einfach - sozusagen natürlich. Sagen wir besser, das Leben war in Abschnitte unterteilt, geordnet, vorgebahnt… mit einem richtigen Zeitpunkt für jede Phase. Zunächst musste der Händler einen Lieferanten finden, es folgte die Verhandlung und schließlich als krönender Abschluss das Listing. Ein praktisch ritualisierter Ablauf, bei dem jeder seiner Beschäftigung nachging. In den letzten Jahren jedoch wurden immer mehr Aspekte immer komplexer. Und nach und nach fühlten sich alle immer beengter in diesem Ablauf.

Grund dafür war die Veränderung des Handels und die Entwicklung neuer Kanäle. Dieser Wandel hat alle Berufe beeinflusst.

  • Die Supply-Teams benötigten neue Daten zur Optimierung ihrer Lager (Stapelung, Gefährlichkeitsanzeichen,…)
  • Die Marketing-Teams hatten mehr Prospekte zu erstellen und brauchten daher auch immer mehr Informationen (Abbildungen, Piktogramme, …): Diese Prospekte wurden zahlreicher (um den verschiedenen Hauptverkaufszeiten des Jahres gerecht zu werden: Halloween, chinesisches Neujahrsfest, …), regelmäßiger (mit wöchentlichen Publikationen), regionaler (also lokaler, mit Angeboten nach Geschäft), aber auch personalisierter.
  • Teams für soziale Unternehmensverantwortung und Qualität wurden geschaffen, um den Anforderungen der Konsumenten gerecht zu werden. Diese stellten immer präzisere Forderungen – welche ihrerseits neue Austauschprozesse erforderten (Spezifikationen, Sanitäreinrichtungen, Zertifikate, …). Immer strengere Vorschriften (Allergene, Zusammensetzung, …) beschleunigten diese Entwicklung zusätzlich.
  • Die Manager ihrerseits mussten sich neu organisieren, um sich an die vielfache Anzahl Produkteinführungen und die immer kürzeren Lebenszyklen anzupassen.Dazu kommt das Internet, das die Karten neu gemischt hat. Das Online-Listing von Produkten schuf einen neuen Bedarf an Informationen, die oft ad hoc durch die E-Commerce-Teams verwaltet wurden (Bildmaterial, Beschreibungen, Facetten, Synonyme).
  • Die Geschäfte begannen, sich für die digitale Welt zu interessieren, stellten Displays auf, führten elektronische Etiketten und in der letzten Zeit auch Tablets ein. Viele Lösungen also, denen es geradezu nach Produktinhalten dürstet (Gebrauchsanleitungen, Empfehlungen, …), um Mitarbeiter und Verbraucher besser informieren zu können.

Schließlich hat sich auch der Verbraucher geändert. Und zwar schnell! Seine Vorlieben haben sich geändert – und ändern sich stetig weiter – und machen so eine aktivere Suche nach Produkten für ein vielfältiges Sortiment notwendig.Die absehbare Folge dieser komplexen Umgebung: Die Markteinführungszeiten sind übermäßig lang geworden: bis zu 120 Tage bei gewissen Händlern, während alle innerhalb von … 2 Tagen am Ziel sind – und während gewisse Pure Players bestätigen, 1 Million Angebote pro Woche zu listen. Diese Abweichung zeigt schon von alleine, dass der altbekannte Schritt-für-Schritt-Ansatz den neuen Herausforderungen nicht mehr entspricht und diese nicht mehr meistern kann.

Dies haben die Teams auf Lieferanten- und Händlerseite selbstverständlich bereits festgestellt. Einige haben begonnen, die Aufgaben in empirischer Weise zu parallelisieren, ohne jedoch den ganzen Prozess neu aufzurollen. Andere haben sich in der „All in One“-Taktik versucht: alle nötigen Daten zusammen erfassen. Dies ist heikel, denn gewisse Daten (zum Beispiel das Bildmaterial eines Pakets in einem Veranstaltungs-Kontext) existieren vor dem Listing noch nicht. Alle diese Versuche hatten dasselbe Ergebnis: spürbar längere Markteinführungszeiten. Unhaltbar auf einem Markt, in der Neuheiten den Ton angeben.Um diese Markteinführungszeit zu reduzieren und gleichzeitig den Verbrauchern und Vorschriften gerecht zu werden, ist eine neue Form der Zusammenarbeit auf der Grundlage einer parallelen – und nicht mehr aufeinanderfolgenden – Ausführung der einzelnen Aufgaben gefragt. Auch die Austausche zwischen Teams, die sich bisher kaum trafen, nehmen zu.

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Diese Saga stützt sich auf unser White Paper Lieferantenbeziehung 3.0, das die Umstrukturierung des Handelssektors analysiert und Denkanstöße zu den Organisationsmodellen gibt, mit denen sich diese neuen Herausforderung meistern lassen.