Wie erfüllt Michel et Augustin mit dem Eco-Score die Erwartungen der Verbraucher?

Alkemics-Neuigkeiten

par Dinah Boulon4 Juni 20210 commentaires

Wie erfüllt Michel et Augustin mit dem Eco-Score die Erwartungen der Verbraucher?

Als Wegbereiter bei mehreren Initiativen zugunsten der Transparenz für Verbraucher beschäftigt sich der Gourmetproduktehersteller Michel et Augustin mit dem Eco-Score und hat mit ScanUp einen Proof of Concept durchgeführt. Die beiden Partner nutzten die Kooperationsplattform Alkemics, um die Erfassung von Informationen und die Berechnung dieses Scores zu erleichtern, wodurch sie höhere Transparenz erreichten und einige angenehme Überraschungen erlebten.

Im vergangenen Januar kreierte ein Dutzend privater Akteure (ScanUp, Yuka, Marmiton, La Fourche, Seazon, FoodChéri, Frigo Magic, Etiquettable, Open Food Facts) eine Umweltbewertung. Sie wird Eco-Score genannt und soll den Verbrauchern, ähnlich wie der Nutri-Score, bei der Auswahl ihrer Lebensmittel helfen, indem neue Informationen bereitgestellt werden.

Dies geschieht in Form einer Bewertungsskala von A bis E. Während sich der Nutri-Score jedoch auf die Nährwertangaben konzentriert, zielt der Eco-Score darauf ab, einen Wert in Bezug auf die Umweltauswirkungen zu bestimmen. „Wir dachten immer mehr an den ökologischen Fußabdruck unserer Produkte“, erklärt Axel Diverrez, Innovation & Packaging Development Engineer bei Michel et Augustin. „Die Erwartungen der Verbraucher beschränken sich nicht mehr auf die Nährwertangaben.“

Die Marke entschied sich, das Thema, das zu den 149 Vorschlägen des französischen Bürger-Klimakonvents gehört, schnell aufzugreifen. Unterstützt von der französischen Regierung, die eine Testkampagne zur Methodik der Umweltverträglichkeitsprüfung gestartet hat, muss diese Bewertung wie der Nutri-Score auf den Verpackungen in gleicher Weise angezeigt werden.

Immer höhere Verbrauchererwartungen

Für Michel et Augustin wird dieses Interesse durch Verbraucherfeedbacks zu Produkten bestätigt. „Unsere Fangemeinde ist besonders anspruchsvoll“, so Axel Diverrez weiter. „Vor drei Jahren betrafen 0,2 % der Verbraucherrückmeldungen Fragen zur Verpackung. 2019 stieg die Zahl auf 2 % und im letzten Jahr auf 6 %.“ Der Eco-Score berücksichtigt zwar viele Kriterien, aber die Verpackung steht bei den Verbrauchern besonders im Fokus. „Sie ist unübersehbar und aus ihrer Sicht auch sehr frustrierend, wenn sie im Müll landet“, analysiert Axel Diverrez.

Angesichts dieser wachsenden Bedenken in Bezug auf Verpackungen sieht die französische Marke die Einführung des Eco-Scores als eine Chance, um die Verpackung zu verbessern, aber auch ein Bewusstsein für die Qualität der Produkte und Inhaltsstoffe zu entwickeln. Dabei werden viele Kriterien berücksichtigt.

Im Einzelnen sieht die Methodik folgendermaßen aus: Sie basiert auf den Ökobilanzdaten (LCA) von ADEME* und INRIA** und wird durch ein Bonus-/Malussystem ergänzt, das auf den Angaben auf den Etiketten beruht. Dabei werden eine Vielzahl von Daten berücksichtigt, von der Herkunft der Inhaltsstoffe über die ökologischen Labels in Verbindung mit den Produktionsmethoden bis hin zur Zusammensetzung der Verpackungen.

Für die Berechnung notwendige Informationen werden über Alkemics geteilt

Mit der ScanUp-Anwendung entschied sich die Marke, einen PoC (Proof of Concept) der Datenübertragung mit Unterstützung der Alkemics-Plattform einzurichten, für etwa zwanzig Referenzen, die ausgewählt wurden, weil sie bei den Verbrauchern beliebt waren. „Es gibt eine breite Produktpalette bei Michel et Augustin, was sehr interessant ist“, sagt Adrien Dumitresco, Präsident und Mitbegründer von ScanUp. „Außerdem können wir damit überprüfen, ob unsere Berechnungswerkzeuge richtig funktionieren.“

Ziel dieses PoC war, Michel et Augustin die Möglichkeit zu geben, seine Produktdaten über Alkemics mit ScanUp und anderen Apps zu teilen, um Eco-Scores zu berechnen, abzurufen und zu teilen.

Nach einem von dem Kollektiv gestalteten Webinar und einem ersten Erfahrungsaustausch, um die Simulation des Eco-Scores voranzutreiben, richteten die verschiedenen Partner den Datentransfer ein, um den Score in der Anwendung anzuzeigen. Mit anderen Worten, es gab eine Phase der Zentralisierung und Erfassung gefolgt von der Optimierung der Daten, die sowohl die für die Verpackung verwendeten Materialien als auch die Rohstoffe betraf. „Wir haben geprüft, ob die Felder gut funktionieren, dann haben wir die Werte berechnet und mit unseren eigenen Daten verglichen“, erklärt Axel Diverrez. Seitens ScanUp werden über eine mit Alkemics vernetzte API die Informationen abgerufen, die zur Berechnung des Eco-Scores benötigt werden – anhand der vom Hersteller ausgefüllten Felder –, und die App berechnet sodann die Ökobilanz.

Bewertungen, die mit verlässlichen Produktdaten steigen

Das Ergebnis sind genauere Daten, weil sie von der Marke zur Verfügung gestellt werden, und in einigen Fällen gibt es angenehme Überraschungen, wie z. B. der kürzlich auf den Markt gebrachte Brotaufstrich von Michel et Augustin, der von einem Eco-Score C auf B steigt (nachdem diesbezügliche Produktinformationen über Alkemics ausgetauscht wurden). Wie kommt das? „Einige Elemente der Berechnungen, die aus unseren Schätzungen stammen, steigen, wenn die Hersteller, also diejenigen, die über zuverlässige und aktuelle Daten verfügen, zum Beispiel die Herkunft der Inhaltsstoffe angeben“, erklärt der Mitbegründer von ScanUp.

„Von insgesamt 120 gelisteten Artikeln erhielten wir eine noch nie dagewesene Transparenz über die 23 umsatzstärksten Produkte im Jahr 2021“, sagt Axel Diverrez. „Das ist für die Verbraucher interessant, aber auch für uns als Hersteller. Die Bewertungen sind unserer Meinung nach fair, denn sie zeigen, dass nicht nur die Verpackung zählt, sondern auch die Beschaffung und die Produktionsmethoden. Ein Produkt, das Schokolade oder Vanille aus Madagaskar enthält, ist anders als ein Produkt, das zu 100 % aus französischem Weizen besteht.“ Für Adrien Dumitresco ist dieses Bewusstsein der Hersteller auch einer der großen positiven Aspekte der Initiative.

Eine Entscheidungshilfe

Neben der Bewertung wird der Eco-Score bei Michel et Augustin als eine echte Entscheidungshilfe wahrgenommen. „So können wir uns anpassen, die Auswirkungen reduzieren, indem wir Zutaten aus biologischem Anbau und französischer Herkunft, exotische Zutaten aus nachhaltigem und fairem Handel bevorzugen und bei der Entwicklung der Produkte kritisch vorgehen.“ Die Zusammensetzung von Gourmetprodukten zu verbessern, die Herkunft bestimmter zu beschaffender Zutaten zu überdenken, nachhaltigere Verpackungslösungen zu finden, bedeutet auch, sich von der Konkurrenz abzuheben.

Auch andere Marken wie Hari&Co teilen mittlerweile ihre Daten. „Wir haben viele Anfragen“, betont Adrien Dumitresco. „Die Marken interessieren sich dafür, die Umweltauswirkungen ihrer Produkte zu erfahren, aber manche zögern, diese Werte zu teilen“, fährt er fort. „Der Eco-Score stellt eine doppelte Chance dar: Mit Transparenz werden die Erwartungen der Verbraucher erfüllt und zuverlässige Informationen vermittelt, um ihr Vertrauen zu gewinnen!“

Auch aufseiten der Händler ist das Interesse nicht zu unterschätzen. Einige von ihnen haben sich bereits engagiert, wie z. B. Colruyt, mit dem Eco-Score auf 2 500 online verkauften Produkten, oder La Fourche mit 2 200 über Click & Collect verkaufte Produkte. „Wer sich jetzt damit beschäftigt, spart Zeit für die Zukunft“, schlussfolgert Axel Diverrez.

* Französische Agentur für Umwelt und Energiemanagement
** Französisches staatliches Institut für Forschung in digitaler Wissenschaft und Technologie

Mehr Informationen zum Eco-Score

Salsify übernimmt Alkemics – Startschuss für neue strategische Partnerschaften in Deutschland und der Schweiz

DIE NEUESTEN NEUIGKEITEN ZU ALKEMICS

par Dinah Boulon18 Mai 20210 commentaires

Salsify übernimmt Alkemics – Startschuss für neue strategische Partnerschaften in Deutschland und der Schweiz

  • Alkemics verkündet Übernahme durch US-amerikanische Product Experience Management-Plattform Salsify

  • Neuausrichtung der Partnerschaften in Deutschland und der Schweiz

  • Salsify avanciert durch Übernahme zu international führender Technologieplattform

Paris, 18. Mai 2021 – Alkemics, die digitale Kooperationsplattform im Einzelhandel, die es Handelsmarken ermöglicht, Produkte bei Einzelhändlern zu lancieren, verkündet heute seine Übernahme durch die amerikanische Product Experience Management-Plattform Salsify. Die Kombination beider Systeme ermöglicht Händlern und Lieferanten eine einzigartige Vernetzung und einen reibungslosen Austausch von Produktinformationen in jeder Phase ihrer Handelsbeziehung. 

Durch den Deal wird Salsify zur führenden globalen Technologieplattform für das Handelsmanagement. Mit Hilfe der zahlreichen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktteams kann das Unternehmen die Handelsbeziehungen zwischen Herstellern und Einzelhändlern weltweit vereinfachen. 

Neue Ziele in Deutschland und der Schweiz

Mit der Übernahme fällt auch der Startschuss für die neue strategische Ausrichtung in Deutschland sowie der Schweiz. Nachdem Alkemics letztes Jahr nach der 21 Millionen Euro Series-C-Finanzierungsrunde in Deutschland und der Schweiz gestartet ist, geht das Unternehmen, das in Frankreich bereits erfolgreich mit bekannten Handelsgruppen wie der Metro France zusammenarbeitet, hierzulande nun neue Schritte im Bereich der strategischen Partnerschaften. Neben Akteuren wie Nestlé und GS1, mit denen Alkemics erfolgreich zusammenarbeitet, werden künftig weitere Partnerschaften namhafter Distributeure in der DACH-Region hinzukommen. Gemeinsam sollen die Herausforderungen des deutschen und schweizerischen Marktes angegangen werden.

Verbraucher:innen in Deutschland sowie der Schweiz haben immer höhere Erwartungen an den Handel. Sie wollen darüber entscheiden, was sie wo, wie und wann kaufen. Diese neuen Ansprüche veranlassen Einzelhändler dazu, sich ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern: lokale, biologische und nachhaltige Produkte anbieten und mehr Transparenz über die Herkunft von Produkten sowie ein reibungsloses Einkaufserlebnis auf allen Vertriebskanälen schaffen. 

Seit dem Beginn ihrer Zusammenarbeit teilen Salsify und Alkemics die Vision, die Herausforderungen zur Zufriedenheit der Verbraucher:innen zu meistern. Mit ihrer einzigartigen Technologielösung für den Handel hat Alkemics dieses Jahr sogar den EHI Reta Award gewonnen. 

Synergien durch die Übernahme perfekt genutzt

“Alkemics geht mit seiner kollaborativen Lösung gut auf die Bedürfnisse von Einzelhändlern ein, genau wie es bei Salsify mit Marken und Lieferanten der Fall ist”, sagt Jason Purcell, CEO von Salsify. “Wir sind zwei innovative, produktorientierte und datengetriebene Unternehmen, die in unseren jeweiligen Regionen marktführend sind. Nun werden die Technologien in einer einzigen Commerce Experience Management-Plattform zusammengeführt, um Verbraucher:innen das beste Einkaufserlebnis bieten zu können.”

Dank der Übernahme von Alkemics kann Salsify seinen Kunden nun ein umfassendes Management von Produkterfahrungen, Datensynchronisation und eine verbesserte Zusammenarbeit für alle Geschäftsprozesse und Interaktionen mit Händlern anbieten. 

“Die Technologien von Alkemics und Salsify wurden von Anfang an in Bezug auf Zusammenarbeit und Interoperabilität entwickelt. Wir arbeiten schon seit mehreren Jahren mit Salsify zusammen, um den Datenaustausch zwischen Herstellern und europäischen Einzelhändlern zu vereinfachen”, sagt Antoine Durieux, CEO und Mitgründer von Alkemics. “Nun können wir unsere Kunden noch besser bei ihrer Digitalisierung unterstützen und ihnen dabei helfen, Trends im Handel vorherzusehen und sich an diese anzupassen.”

Die durch die Fusion entstandene Firma soll bis Mitte diesen Jahres einen Umsatz von über 100 Millionen US-Dollar erwirtschaften und rund 600 Mitarbeiter:innen an seinen Standorten in Paris, Boston und Lissabon beschäftigen. 

Antoine Durieux, CEO und Mitgründer von Alkemics, sowie das gesamte Management-Team von Alkemics, werden die Aktivitäten in Frankreich und Europa leiten. Das Kundenportfolio der neuen Firma umfasst ein globales Ökosystem großer Marken wie Mars, L’Oréal, Coca-Cola, Bosch und GSK sowie Einzelhändler, etwa E.Leclerc, Carrefour, Intermarché und Metro France. 

Kontaktieren Sie Alkemics für weitere Informationen

Antoine Durieux, CEO und Mitgründer von Alkemics

Jason Purcell, CEO von Salsify

Über Alkemics

Alkemics ist eine Plattform für Supplier Experience Management, die es Einzelhändlern ermöglicht, mit Herstellern in jeder Phase ihrer Geschäftsbeziehung zusammenzuarbeiten, um so Verbraucher:innen einen besseren Service zu bieten. Europas größte Einzelhändler nutzen die Plattform, um Produkte von über 20.000 Marken zu entdecken, zu listen oder auf den Markt zu bringen. Marken setzen auf Alkemics, um Sichtbarkeit bei ihren Händlern und Transparenz bei ihren Verbrauchern zu gewinnen, indem sie ihren Produktkatalog auf allen Kanälen teilen.

Mit 130 Mitarbeitern hat das das französische Unternehmen viele offene Stellen in Frankreich und Europa. Die Alkemics-Plattform ist heute über Lebensmittel hinaus für alle Arten von spezialisiertem Vertrieb wie Heimwerker-, Schönheits-, Gesundheits-, Spielzeug- und Möbelhandel zugänglich.

Für weitere Informationen: https://www.alkemics.com

Über Salsify

Salsify unterstützt Lieferanten und Groß- und Einzelhändler in über 80 Ländern bei ihrer Zusammenarbeit. Seine Commerce Experience Management (CommerceXM)-Plattform beschleunigt die Time-to-Market, erleichtert die team- und organisationsübergreifende Zusammenarbeit und liefert die Informationen, die sie zur kontinuierlichen Optimierung ihrer Produktseiten über alle Kanäle hinweg benötigen. 

Weltweit führende Marken wie Mars, L’Oréal, Coca-Cola, Bosch und GSK nutzen die Salsify-Plattform jeden Tag, um ihr Potenzial voll auszuschöpfen und so den Omnichannel-Wettlauf zu gewinnen.

Mehr Informationen: http://www.salsify.com